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Edition der Sprüche

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e321_nu-fruchtet

Text Übersetzung
1 Nu fruͤchtet men nenen woker noch schande, 1 Derzeit schreckt man weder vor Wucher noch Schande zurück,
2 Denn etlike maken duͤre tydt ym Lande 2 denn viele verursachen Teuerung im Land
3 Und slaen tho hope mit listicheit. 3 und häufen hinterlistig ihre Waren an.
4 De armodt nemande tho herten gheyt. 4 Die Armut geht niemandem zu Herzen.
5 Woker und vorkoep der armodt deith hinder; 5 Wucher und Vorkauf schaden den Armen;
6 Mennich vordervet also mit Wyve und Kinder. 6 auf diese Weise gehen viele mit Frau und Kindern zugrunde.
7 De Ryke den Armen also heimliken ervet, 7 So beerbt der Reiche im Verborgenen den Armen
8 Achtet nicht, dat mennich des hungers stervet. 8 und kümmert sich nicht darum, dass viele verhungern.
9 Men leth se vuͤste schryen, bidden und ropen. 9 Man lässt sie laut schreien, bitten und rufen.
10 Rist de wahr, men wil en nicht vorkoͤpen. 10 Wächst die Warenmenge, will man sie ihnen nicht verkaufen.
11 De ys mit groter narheit beladen, 11 Der ist mit großer Narrheit geschlagen,
12 De ryke wil syn mit der Meͤnheit schaden. 12 wer zum Schaden der Allgemeinheit reich werden will.
 
Transkribierte Sprüche
WS₁, WS₂, WS₃, WS₄, WS₅, WS₆, WS₇, RB