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Edition der Sprüche

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e691_de-sluraffen

Text Übersetzung
1 De Sluraffen synt noch manniger hande, 1 Schlaraffen gibt es noch viele,
2 Er Schip quam eins yn desse Lande 2 ihr Schiff kam einst in dieses Land
3 Und leth der Narren hyr so vele blyven, 3 und ließ hier so viele Narren zurück,
4 Dat men se nicht wol kan vordryven. 4 dass man sie nicht so schnell vertreiben kann.
5 Doch moͤcht men up se denne wol dencken, 5 Doch könnte man gewiss bei der Flachsernte an sie denken,
6 In der Flassarne dat Flass mit en sencken. 6 um den Flachs mit ihnen zu beschweren.
7 Wente de Sluraffen synt gerne grove Knodast, 7 Denn die Schlaraffen sind gewöhnlich grobe knorrige Äste,
8 Se scholden dat Flass nedderdruͤcken vast. 8 sie könnten den Flachs stark niederdrücken.
9 In Westvalen und ock yn Sassen, 9 In Westfalen und auch in Sachsen,
10 Dar veel Flasses plecht tho wassen, 10 wo gewöhnlich viel Flachs wächst,
11 Dar plegen de Megede, lude tho singen, 11 dort pflegen die Mägde, laut zu singen,
12 Wenn se dat Flass thor roͤste bringen. 12 wenn sie den Flachs zur Röste bringen.
13 Se plegen, dat depe ynt Water tho sencken, 13 Sie pflegen, ihn tief ins Wasser zu senken,
14 Denne moͤchten se der Sluraffen dencken. 14 dabei könnten sie an die Schlaraffen denken.
15 Doch scholden se ane huͤlpe, mit nenen dingen 15 Doch würden sie ohne Hilfe und ohne Weiteres
16 De Sluraffen suͤs tho Bade bringen, 16 die Schlaraffen auf diese Weise zum Bade bringen
17 Beguͤnde men, etlike so tho doͤpen, 17 und begänne man, etliche auf diese Weise zu taufen,
18 De andern scholden wol balde tho Schepe lopen. 18 dann würden die anderen gewiss schnell zum Schiff laufen.
 
Transkribierte Sprüche
WS₁, WS₂, WS₃, WS₄, WS₅, WS₆, WS₇, RB