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Übersetzung |
| 1 |
»Ick byn wat loß und gy synt
sterck: |
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1 |
»Ich bin wahrlich frei und ihr seid mächtig: |
| 2 |
Hyr myt wyllen wy don dat werck. |
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2 |
Damit werden wir das Werk vollbringen. |
| 3 |
Holden wy uns tosamen – wol kan uns schaden? –, |
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3 |
Halten wir zusammen – wer kann uns dann schaden? –, |
| 4 |
De eyne myt macht, de ander myt raden.« |
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4 |
der eine mit Macht, der andere mit Rat.« |
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Textkritischer Apparat
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Transkribierte Sprüche |
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Im RB eingeleitet durch: Reyneke ſprickt thom Wul….
Das letzte überlieferte Blatt des RB, auf dessen Vorderseite dieser Spruch begegnet,
weist einige heute unlesbare Stellen auf.
Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich beim letzten Wort um Wulff
wie im achten Kapitel des vierten Buchs im ›Reynke de Vos‹.
Vgl. Konkordanztabelle.
Ob hier starck (V. 1), wie
Seelmann 1885, V. 3546
meint, oder doch das zum Reimpartner werck in V. 2 passende sterck
zu lesen ist, ist ungewiss.
Gewöhnlich begegnet das Adjektiv im RB mit ⟨a⟩, vgl. (auch im Endreim)
in e767_wolgeschickede-worde.
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