Einführung


6. Richtlinien der Edition und Transkription

Grundlage der hier vorliegenden Edition sind diplomatische Transkriptionen des ‚Schönen rimbökelin‘ und der sieben ‚Werltspröke‘-Ausgaben. Nach welchen philologischen Prinzipien sich Transkription und Edition richten, wird im Folgenden kurz erläutert. Anschließend werden einige technische Hinweise zur Modellierung der Daten in den Transkriptionen und Editionstexten gegeben.

6.1 Transkription

Die Transkriptionen werden auf der Webseite synoptisch mit der jeweiligen digitalisierten Druckseite angezeigt. Dadurch lässt sich ein genauer Eindruck von der Seitengestaltung in den acht Ausgaben gewinnen. Die diplomatischen Transkriptionen richten sich so nah wie möglich an den Überlieferungsträgern aus. Berücksichtigt wurden in den Transkriptionen weiterhin typographische Auszeichnungen wie ein größerer Schriftgrad, Rot- oder Antiquadruck, Zeilenumbrüche oder Marginalien, Kustoden, Blattnummern und Initialen, freilich ohne eine exakte Nachahmung anzustreben. Abgesehen von den r-Varianten (die einheitlich mit 〈r〉 erfasst wurden) wird der historische Graphembestand zeichengetreu wiedergegeben, weshalb auch Superscripta, Ligaturen, die Groß- und Kleinschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung, aber auch Setzerfehler und Markierungen unlesbarer Stellen Eingang in die Transkriptionen fanden.

Die Texteinheiten in den Transkriptionen wurden nach ihrer Reihenfolge innerhalb der jeweiligen zugrundeliegenden Ausgabe durchnummeriert. Eine Einheit innerhalb der Transkriptionen wurde nach typographischen Gesichtspunkten bestimmt: Das Ende einer Transkriptions-Einheit wurde festgelegt, wenn im Folgenden Leerzeilen, Zeigehände, Asteriske, Alinea-Zeichen und insbesondere Einrückungen des nächsten Verses vorkommen. Meistens stimmt der Umfang einer Texteinheit in der Transkription auch mit dem eines edierten Spruchs überein – aber keineswegs immer, da ein edierter Spruch (vgl. z. B. e710_wes-willich) auch mehrere Texteinheiten aus derselben Transkription umfassen kann und umgekehrt (vgl. z. B. die WS₄- und WS₆-Texteinheit und ihre Edition in e007_groter-heren und e010_wol-recht). Durch einen Klick auf das Anker-Symbol vor jeder transkribierten Texteinheit, die Eingang in die Edition fand, erscheint in einem Pop-up, mit welchem Editionstext die ausgewählte Texteinheit verknüpft ist; mit dem dort genannten Zitierlink kann man auf jede einzelne Transkriptions-Texteinheit eindeutig verweisen.

6.2 Edition

6.2.1 Editionsgrundlage: Leitdruck

Die vorliegende Edition orientiert sich (in Anlehnung an das Leithandschriftenprinzip) stets an einem Leitdruck. Als bevorzugter Leitdruck dient WS₁– auf diesem Druck basieren die meisten der hier edierten Sprüche (nämlich e001_gelyck-unde bis e726_ick-weth). Diese Entscheidung beruht zum einen darauf, dass WS₁ zu den mutmaßlich ältesten Überlieferungszeugen zählt; zum anderen wurde der Druck dem (ebenfalls früh zu datierenden) RB vorgezogen, weil sich von ihm ein vollständiges Exemplar erhalten hat, während vom RB nur ein Exemplar bekannt ist, dem das letzte Blatt fehlt (vgl. Buchausgabe, Kap. A.1.2). Für WS₁ als Leitdruck spricht darüber hinaus auch die Tatsache, dass sich die mit ihm initiierte Vermarktungsstrategie der Spruchsammlungen als ‚Werltspröke‘ als erfolgreicher erwies als die durch das RB repräsentierte (vgl. Buchausgabe, Kap. A.2.2). Für alle Sprüche, die WS₁ nicht enthält, sind theoretisch der Reihe nach WS₂ bis WS₇ und zuletzt das RB als Leitdrucke in Betracht gezogen worden. De facto bieten aber nur WS₂, WS₇ und RB Sprüche, die in WS₁ nicht bezeugt sind, sodass nur diese drei Drucke neben WS₁ als Leitdrucke fungieren: Über die 726 Sprüche auf Basis von WS₁ hinaus ist für 20 Sprüche WS₂ der Leitdruck (e727_wultu-bose bis e746_nicht-gedenck), für vier Sprüche WS₇ (e747_ick-weeth bis e750_fruchte-godt und für 99 Sprüche das RB (e751_wol-ys bis e849_semet-was).

6.2.2 Umgang mit dem Leitdruck

Auf Basis der diplomatischen Transkription des jeweiligen Leitdrucks erfolgte die Textherstellung in der Edition. Nur äußerst selten wird von der Textgestalt eines Leitdrucks abgewichen, der Eingriff im edierten Text kursiv wiedergegeben und nach Bedarf im Apparat kommentiert. Den Eingriffen liegt immer ein anderer WS- bzw. der RB-Druck zugrunde.

Bei der Textherstellung für die Edition wurden typographische Auszeichnungen, etwa durch Antiqua, Initialen oder einen größeren Schriftgrad, außer Acht gelassen. Das Graphemsystem wurde hingegen möglichst bewahrt, indem beispielsweise Diakritika abgebildet werden oder die Getrennt- und Zusammenschreibung dem jeweiligen Leitdruck entspricht.

Für die vorgenommenen Normalisierungen gelten folgende Grundsätze:

  • Die Grapheme 〈v〉 und 〈u〉 werden in der Weise angeglichen, dass 〈v〉 zur Kennzeichnung des Konsonanten steht und 〈u〉 für den Vokal.
  • Die Grapheme 〈j〉 und 〈i〉 werden in der Weise angeglichen, dass 〈j〉 zur Kennzeichnung des Konsonanten steht und 〈i〉 für den Vokal. Mit 〈y〉 wird wie mit 〈i〉 verfahren; im Zweifelsfall erfolgt eine Orientierung am „Mittelniederdeutschen Handwörterbuch“.10
  • Graphische r- und s-Varianten werden nicht unterschieden, sondern vereinheitlicht.
  • Buchstaben in Ligaturen, etwa 〈ff〉, 〈c〉 in Verbindung mit 〈h〉 bzw. 〈k〉, 〈ſ〉 oder 〈t〉 in Verbindung mit 〈ʒ〉, werden unverbunden wiedergegeben.
  • Abkürzungen werden stillschweigend aufgelöst; ausgenommen hiervon sind D. (für Doctor) und etc. (für et cetera). Die Abbreviatur für unde wird ebenso aufgelöst, wobei die unterschiedlichen Varianten normalisiert werden.
  • Die Interpunktion wird zur Verdeutlichung der syntaktischen Bezüge den rezenten Regeln angeglichen.
  • Die Groß- und Kleinschreibung der Drucke bleibt weitgehend erhalten, auch Nomina sacra (z. B. mit Binnenmajuskeln) werden wie im Leitdruck dargestellt; konsequent großgeschrieben werden jedoch Eigennamen, Versanfänge und Satzanfänge (auch versintern nach einem Doppelpunkt).
6.2.3 Umgang mit Varianten

Die Varianz innerhalb der Überlieferung im Wortlaut, im Umfang oder in der Graphie wird möglichst sichtbar gemacht, und zwar durch zwei unterschiedliche Verfahren, die von der Art bzw. dem Ausmaß der Varianz abhängig sind.

(a) Handelt es sich um graphische Varianten, Umstellungen oder um den Austausch, die Ergänzung bzw. Auslassung eines Lexems gegenüber dem jeweiligen Leitdruck – ohne grundsätzlichen Einfluss auf den Aussagegehalt eines Spruchs –, stehen die Lesarten der anderen Drucke direkt beim jeweiligen Spruch: In der Web-Edition wird der Text, an dem eine solche Varianz begegnet, orange angezeigt; in einem Pop-up finden sich die Variante(n) sowie die diese bietenden Überlieferungsträger.

Varianzen in der Graphie, seltener auch im Wortschatz und der Serialisierung, finden sich in den Drucken sehr häufig. Um die Übersichtlichkeit nicht zu gefährden, musste für deren Aufnahme in die Edition eine Begrenzung vorgenommen werden. Stets festgehalten wurden Umstellungen, Ersatz, Ergänzung oder Auslassung eines Lexems, ein anderer Stammvokal (z. B. 〈muth〉 gegenüber 〈moth〉) und die Realisierung des Zischlauts 〈sch〉 gegenüber einem 〈s〉 im Leitdruck, während Apo- und Synkopen, Einfach- oder Doppelgrapheme, eine Varianz in der Groß- und Kleinschreibung oder in der Getrennt- und Zusammenschreibung nicht durchgehend erfasst sind, es sei denn, die Varianz könnte potentiell morphologisch relevant sein. Steht in einem der Drucke etwa 〈geluͤckes〉 statt 〈gluͤcks〉 oder 〈alse〉 statt 〈als〉, ist dies nicht vermerkt. Kommt aber z. B. statt der Pluralform 〈de vorsuͤmenisse〉 die potentiell als Singular zu bestimmende Form 〈de vorſuͤmeniſs〉 vor, gibt es dazu einen Eintrag. Dabei richten sich alle Schreibungen der Lesarten wie bei 〈de vorſuͤmeniſs〉 graphematisch immer an den Transkriptionen aus, sie bieten also nicht die oben erwähnten Normalisierungen der Editionstexte – bei den Lesarten wird somit die Graphie des jeweiligen Drucks angeführt, was im Fall von Umstellungen, Ergänzungen oder Auslassungen gegenüber dem Leitdruck auch die in den anderen Überlieferungsträgern potentiell vorkommenden Interpunktionszeichen einbezieht. Im Spruch e702_idt-ys, V. 37, weisen beispielsweise die Ausgaben WS₂, WS₃, WS₅ und RB bei tzyringe heel die gleiche Serialisierung wie der Leitdruck WS₁ auf, wohingegen die Drucke WS₄, WS₆ und WS₇ heel vor tzyring setzen; diese abweichende Wortstellung veranlasste einen Lesarten-Apparat: In diesem Apparat wird aber nicht nur die abweichende Wortstellung in WS₄, WS₆ und WS₇ festgehalten, sondern es werden alle graphischen Realisierungen gemäß der Transkriptionen angegeben, also einschließlich einer nur in WS₂ und WS₃ gebrauchten Virgel (heel zyring WS₄, tzyring / heel WS₂ WS₃, heel tzyring WS₆ WS₇, tzyrynge heel RB). Besteht die Varianz bei einem Lexem wie 〈HEren〉 ausschließlich in der Groß- und Kleinschreibung, kann diese nicht der Spruchedition entnommen werden; findet sich hingegen in einem der Drucke das Lexem Foͤrst anstelle von Her, so werden auch alle graphischen Varianten notiert (hier z. B. 〈HEren〉, 〈HEREN〉, 〈Heren〉, vgl.e705_wol-hyr).

(b) Das zweite Verfahren zur Sichtbarmachung von Varianz-Phänomenen innerhalb der Spruchsammlung ist die Edition einer weiteren Spruch-Variante. Wenn nämlich eine Varianz Auswirkungen auf den Aussagehalt des ganzen Spruches hat, die sich u. a. in einem abweichenden Thema, Äußerungsgestus und/oder einer anderen Äußerungsintention niederschlagen können, wird die andere Spruch-Variante als selbständige Texteinheit ediert. Solche Auswirkungen auf den Aussagegehalt wurden besonders bei Bearbeitungsphänomenen wie Amplifikation oder Kürzung deutlich (etwa in der zweifach in WS₁/WS₅ aufgenommenen Variante von e115_junge-papen gegenüber der erweiterten Variante e729_junge-papen in den jüngeren Ausgaben WS₂ bis WS₄, WS₆ und WS₇). In diesen Fällen steht im textkritischen Apparat ein expliziter Hinweis auf die eigens edierte Spruch-Variante, um den Vergleich der beiden Fassungen zu erleichtern.

6.3 Beschreibung der TEI-Syntax

Projektergebnis und Datengrundlage für die Webseite sind XML-Dateien, die nach den aktuellen Guidelines (P5) der Text Encoding Initiative (TEI)11 codiert wurden. Dies gilt sowohl für die Transkriptionen der acht Überlieferungsträger als auch für die 849 edierten Sprüche. Aus der Gesamtmenge aller TEI-Elemente und -Attribute wurde eine den Projektbedürfnissen entsprechende Teilmenge ausgewählt und in Form eines TEI-RelaxNG-Schemas kodifiziert. Das Schema ist Bestandteil der Datenpublikation.

Codiert wurden die folgenden Phänomene:

6.3.1 TEI-XML-Richtlinien zur Transkription

Eine in TEI codierte Transkription besteht aus den drei Bereichen <teiHeader>, <facsimile> und <text>.

Im <teiHeader>-Element werden die wesentlichen bibliopgraphischen Angaben des zugrunde liegenden Drucks und Exemplars beschrieben.

Das Element <facsimile> enthält eine Liste von <graphic>-Elementen, die neben einer eindeutigen ID (Attribut: xml:id) einen Link auf das Digitalisat der Seite als IIIF-Image-API-URL12 (Attribut: url) sowie dessen Größe (Attribute: height und width) enthalten. Diese Informationen werden für die synoptische Darstellung von Text und Bild benötigt.

Im <text>-Teil steht die eigentliche Transkription. Seitenumbrüche werden mit dem Element <pb> dargestellt. Dessen facs-Attribut verweist auf die Beschreibung des Digitalisates (Element: <graphic>) für die jeweilige Seite.

Grundlage der Transkriptionen bilden die Verszeilen, die mit dem <l>-Element ausgezeichnet wurden. Die Verszeilen werden mittels <lg> zu Texteinheiten gruppiert. Die Gruppierung erfolgt hauptsächlich anhand typographischer Merkmale (s. Abschnitt 6.1). Diese Texteinheiten werden über das xml:id-Attribut einheitlich identifiziert und über das corresp-Attribut mit dem jeweils zugeordneten Spruch in der Edition verknüpft.

In der Regel stimmen die Texteinheiten mit den edierten Sprüchen überein. Gelegentlich kommt es vor, dass eine Texteinheit mehrere Sprüche enthält, weil beispielsweise im Druck kein sichtbarer Hinweis auf eine neue Texteinheit zu finden ist oder da durch den Vergleich mit den anderen Transkriptionen eine Aufspaltung der Texteinheit in mehrere Sprüche sinnvoller erschien. In diesen Fällen, wurden weitere <lg>-Elemente mit dem Attribut type="part" eingefügt, z. B. hier:

<lg xml:id="wsrb_tr8-rbl__te002" corresp="#wsrb_e003 #wsrb_e004">
  <lg xml:id="wsrb_tr8-rbl__te002_p01" type="part" corresp="#wsrb_e003">
    <l>Salich vnd vo&#x364;r&#x17f;ichtych ys de Man /</l>
    <l>De &#x17f;ick yn fro&#x364;mder varlicheit &#x17f;peyglen kan.</l>
  </lg>
  <lg xml:id="wsrb_tr8-rbl__te002_p02" type="part" corresp="#wsrb_e004">
    <l>Eyn ge&#x17f;chot dat men vo&#x364;rhen er&#x17f;icht /</l>
    <l>Dat &#x17f;chadet weinich effte gar nicht.</l>
   </lg>
</lg> 
Dadurch soll eine möglichst exakte Zuordnung der edierten Sprüche zu den entsprechenden Zeilen in den Trankskriptionen erreicht werden.

Der Fokus der TEI-Modellierung liegt auf der Auszeichnung von Versen und Texteinheiten, deshalb wurde auf eine exakte Nachbildung des Druckbildes verzichtet. Nur wesentliche typographische Merkmale werden mit dem Element <hi> ausgezeichnet, dessen rend-Attribut die folgenden Werte annehmen kann: large für einen größeren Schriftgrad, initial für vergrößerte Anfangsbuchstaben, red für Rotdruck oder antiqua für Antiquadruck. Fehler im Druckbild werden mit dem Element <sic> und den folgenden rend-Attribut-Werten dargestellt: rotated_180 für umgedrehte Buchstaben und mirrored_vertically für spiegelverkehrt gesetzte Buchstaben. Marginalien werden mittels <note type="printed" place="margin"> angegeben. Für Bogensignaturen (sig), Kustoden (catch) und Seitenzahlen (pageNum) wird das <fw>-Element benutzt und dessen type-Attribut mit dem entsprechenden Wert belegt. Typograpische Zeilenumbrüche innerhalb eines Verses oder einer Zeile werden durch <lb>-Elemente markiert.

Vereinzelt findet man Textblöcke, die zweispaltig gesetzt wurden. Der Beginn eines mehrspaltigen Blocks wird mit <cb type="start" und das Ende mit <cb type="end"> markiert. Die Spaltenumbrüche werden mittels leerem <cb>-Element (ohne type-Attribut) kenntlich gemacht.

Außerdem werden wesentliche Merkmale der Titelei ausgezeichnet (Elemente: <titlePage>, <docTitle>, <titlePart>, <figure>, <epigraph>). Auf eine detailierte Beschreibung der Verwendung dieser Elemente wird hier verzichtet und auf die umfangreiche TEI-Dokumentation13 verwiesen.

6.3.2 TEI-XML-Richtlinien zur Edition

Alle 849 editierten Sprüche wurden in einer TEI-XML-Datei zusammengefasst. Für jeden einzelnen Spruch wurde ein <TEI>-Element verwendet. Diese wurden durch ein umschließendes Element <TEI type="corpus"> gruppiert.

Der TEI-Header für das Corpus enthält die bibliographischen Angaben und Beschreibungen für die gesamte Edition (Elemente: <fileDesc> mit <titleStmt>, <publicationStmt> und <soureDesc>; <encodingDesc> mit <projectDesc> und <editiorialDecl>).

Im <taxonomy>-Element werden alle in den Sprüchen verwendeten Kategorien aufgelistet. Jedes <category>-Element enthält ein xml:id-Attribut zur eindeutigen Referenzierung. Im n-Attribut wird erfasst, wie viele der 849 Sprüche der jeweiligen Kategorie zugeordnet wurden. Im Unterelement <categDesc> findet man den Bezeichner für die jeweilige Kategorie.

Das <TEI>-Element für jeden einzelnen Spruch beginnt wieder mit einem <teiHeader> für die Metadaten. Im xml:id-Attribut steht der Identifier für den jeweiligen Spruch. Das Element <sourceDesc> enthält im Unterelement <listBibl> mehrere <bibl>-Elemente mit Verweisen auf die Edition von Seelmann (Seelmann 1885) (type="edition"), auf den Rostocker Druck des ‚Reynke vosz de olde‘ (RV 1539), Schröders Ausgabe des Rostocker ‚Narrenschiff‘ (Schröder 1892), auf das Minnereden-Handbuch von Klingner / Lieb (Klingner / Lieb 2013) sowie Seelmanns Ausgabe der Vogelparlamente (Seelmann 1888, Vogelparlamente) (type="reference") oder auf das Register zur jüngeren Glosse des ‚Reynke‘ von Brandes (Brandes 1891) (type="parallel").

Das Element <listWit> enthält in mehreren <witness>-Elementen Verweise auf die zugehörigen Texteinheiten in den acht Transkriptionen (Attribut: corresp) und das Kürzel der jeweiligen Transkription (Attribut: n).

Im Element <profileDesc> wird unterhalb von <textClass> in den <catref>-Elementen die Einordnung des Spruchs in die verschiedenen Kategorien gespeichert. Dazu wird die Kategorie über ihre ID im Attribut targetreferenziert.

Der <text>-Teil des editierten Spruchs enthält im <body> in zwei <div>-Elementen den Text (type="text") und die Übersetzung (type="translation"). Diese geben zeilenweise die Verse wieder (Element: <l>) mit Nummerierung im n-Attribut.

Abweichungen in den anderen Transkriptionen gegenüber der des Leitdrucks wurden als Apparat (Element: <app>) ausgezeichnet. Dieser enthält den Editionstext im <lem>-Element und die Varianten in mehreren <rdg>-Elementen. In deren Attribut wit wird über die ID auf eine oder mehrere der im <header> als <witness> aufgezählten Texteinheiten verwiesen. Typographische Besonderheiten wie umgedrehte Buchstaben (rotated_180) werden als <hi>- Elemente mit rend-Attribut ausgezeichnet. In den wenigen Fällen, in denen der Editionstext vom jeweiligen Leitdruck abweicht (Emendationen), steht der Editionstext innerhalb von <lem> in einem zusätzlichen <corr>-Element. Weitere editorische Hinweise werden als <note type="textcrit"> gespeichert. Ein beispielhafter einfacher Apparateintrag hat somit folgende Form:

<l n="17">Wol enger edder wyder
  <app>
    <lem>ghat</lem>
    <rdg wit="#wsrb_e141__wit02 #wsrb_e141__wit03 wsrb_e141__wit06">gheit</rdg>
    <rdg wit="#wsrb_e141__wit04">geyth</rdg>
    <rdg wit="#wsrb_e141__wit07">geith</rdg>
 </app>,
</l>


10 Mnd. Hwb.
11 TEI P5 Guidelines, https://tei-c.org/guidelines/p5/
12 IIIF Image API 3.0, https://iiif.io/api/image/3.0/
13 TEI Guidelines, Kapitel 4.8 ‚Title Pages‘, https://www.tei-c.org/release/doc/tei-p5-doc/en/html/DS.html#DSTITL